Februar 2026 Pachtvertragskündigung, die x-te
Warum auch ordentlich wirkende Hotels erhebliche technische Risiken bergen können und warum Eigentümer diese früh prüfen sollten.
Wieder einmal hören wir von der quasi fristlosen Kündigung eines Hotelpachtvertrages wegen Baumängel, dieses Mal des Dorint Hotels in Bremen. Vor kurzem kam die gleiche Nachricht vom Hotel Sunderland in Sundern, und das sind nur die letzten in einer fortlaufenden Kette von Kündigungen. Sind das verschlissene und abgenutzte Hotels am Ende ihrer Lebensdauer, deren Eigentümer noch den letzten Euro herauspressen wollen? Keinesfalls, sie hatten gute Bewertungen und Ihre Eigentümer sind seriöse Immobilienprofis mit langfristiger Halteperspektive. Aber auch die Pächter werden vor diesem Schritt ihre Schularbeiten gemacht haben. Über Details ist nichts an die Öffentlichkeit gedrungen, aber die Regelmäßigkeit dieser Vorkommnisse zeigt auf, dass in mancher scheinbar ordnungsgemäß unterhaltenen Immobilie bautechnische Risiken schlummern, unerkannt oder zumindest unterschätzt. Gemeinsam haben sie meist, dass sie vor 1990 errichtet wurden, als viele der heutigen Anforderungen an Sicherheit und Bautechnik so noch nicht existierten. Wie kann sich der sorgfältige Immobilienkaufmann vor solchen Überraschungen schützen? Er sollte
- die Immobilie regelmäßg auf Baumängel untersuchen, auch dann, wenn der Pächter keine gemeldet hat, und
- er sollte die mietvertraglichen Regelungen darauf prüfen, was davon in seinen Zuständigkeitsbereich und was in den des Pächters fällt.
- Eine ordentliche Dokumentation des Bauzustandes und der Unterhaltungsmaßnahmen ist dafür eine Voraussetzung. Wer immer diese Untersuchungen anstellt, die eigene Bauabteilung oder externe Sachverständige, darf nicht als unbequemer Überbringer schlechter Nachrichten angesehen werden, sondern vielmehr als Garant für ein dauerhaft störungsfreies Pachtverhältnis.